Ereignisse in der Natur durch den Rückzug des Menschen

Derzeit kursieren auf diversen sozialen Medien geteilte Fotos von Venedigs Kanälen und einem doch ungewohnten Anblick. Das Wasser ist glasklar, auf einigen Bildern sind sogar Fische zu erkennen.

Venedigs Kanäle sind ein deutliches Beispiel, wie schnell die Natur sich nach dem Ausbleiben von menschlichem Einfluss wieder erholen kann. Ohne aufgewirbeltem Sand, Abwässer und sonstigem Schmutz kehrt das Wasser wieder zu einer erstaunlichen Qualität zurück, dass uns als Mahnmal dienen sollte, welchen Einfluss unser Massentourismus auf diverse Gebiete der Erde hat.

Delfine kehren nach Triest zurück

Auch in der Nähe der Hafenstadt Triest zeigen sich die Auswirkungen der Ausgangssperren auf die Natur. So ging vor wenigen Tagen ein Video durchs Netz, dass einen Delfin spielend im Hafen zeigt. Weil keine Schiffe mehr da sind, können die Tiere jetzt sogar bis zu den Kaimauern nach vorne.

Studie der Stanford University

Eine neue Studie der Stanford University soll zudem zeigen, dass die Quarantänemaßnahmen in China dazu geführt haben, die Luftverschmutzung zu verringern. Das hat nicht nur Vorteile für die Natur. Laut dem Wissenschaftler Marshall Burke haben die drastischen Einschränkungen infolge des Coronavirus-Ausbruchs in den vergangenen zwei Monaten wahrscheinlich sogar das Leben von “4.000 Kindern, die jünger als 5 Jahre alt sind, und 73.000 Über-70-jährigen-Erwachsenen gerettet”. “Durch die Verringerung der Umweltverschmutzung geretteten Leben ungefähr 20-mal so hoch wie die Anzahl der Leben, die direkt durch das Virus verloren gegangen sind“, schreibt Burke unter Verwendung der am 8. März aktuellen Statistiken.