Vom Patriarchat zum Matriarchat

Wir treten in eine Phase der Geschichte ein, in der wir vom Patriarchat zum Matriarchat übergehen. Von starren Zwängen zum Fluss, von der Dominanz des Maskulinen zum Gleichgewicht des Maskulinen und Femininen. Eine Zeit, in der Inauthentizität keine Chance mehr hat. Vorbei sind die Tage, als wir dafür belohnt wurden, brave Mädchen und Jungen zu sein. Nur, weil wir alles geduldig ertragen, unsere Zeit abgesessen und das Leben von Lemmingen gelebt haben.
Vielleicht hast du das auch schon in deinem eigenen Leben bemerkt. Freundschaften, von denen du glaubtest, sie würden ewig währen brechen auseinander. Beziehungen, an die du dich noch klammerst, hängen nur noch an einem seidenen Faden. Es fällt dir Tag für Tag schwerer, bei deiner Arbeit zu erscheinen die dein Herz nicht erfüllt. Vielleicht ist es dir nicht mehr möglich, ein fröhliches Gesicht aufzusetzen und den anderen den ganzen Tag etwas vorzuspielen oder so zu tun, als ob dir etwas an Dingen liegt die dir eigentlich vollkommen egal sind.

Etwas vorzuspielen ist mühsam und Mühe erschöpft.

Das Leben legt uns Steine in den Weg, um uns zur echtesten, fließendsten Version unserer selbst zurückzubringen. Wir werden in unseren Grundfesten erschüttert, damit nur die Teile von uns überleben, die ihren Ursprung in unserer Authentizität haben. Beziehungen, Jobs, Freundschaften und Dinge, die wir für selbstverständlich hielten, fallen weg.
Das kann schmerzhaft sein – das sind Veränderungen meist. Besonders, wenn diese Veränderungen das Fundament unter unseren Füssen bröckeln lassen. Wenn uns der Boden unter den Füßen weggezogen wird, bleibt vielen von uns nichts anderes übrig, als irgendwo anderes neue Wurzeln zu schlagen. Irgendwo ist die Erde fruchtbar und die Aussicht schön.
Je mehr wir die Gezeiten der Veränderung Widerstand leisten, desto schwerer wird es. Die tektonischen Platten unseres Lebens beben weiter, bis wir unseren Griff lockern, die Zügel loslassen, unsere Hände in die Luft werfen und rufen: “Ich ergebe mich!”
Erst dann kannst du deine Seele bitten, die Führung zu übernehmen.

Martina