Die Vorzüge einer Gesellschaft sind, dass der Einzelne sich aufgenommen und integriert fühlt. Die Gesellschaft vermittelt uns ein Gefühl von Geborgenheit, der Einzelne braucht nicht selbständig zu denken, die Institution übernimmt nach außen hin die Verantwortung, vermittelt Glaubenssätze, die – je öfter man sie hört – bereitwillig als Wahrheit anerkannt werden. Dadurch wird die eigene Wahrnehmung verschüttet. Durch das Zuschütten der eigenen Wahrnehmung ist der Einzelne immer mehr das Produkt der Außenwelt und es fällt ihm gar nicht mehr auf, dass er keine eigene Meinung mehr hat, sondern allzu oft die Meinung vertritt, die ihm vorgegeben und vorgekaut wurde.

Diese entwurzelte Menschheit sieht sich getrennt von der Natur, versucht nicht zu erkennen, sondern zu verdrängen. Der Traum dieser entwurzelten Menschheit ist, ihre eigenen Machtansprüche in den Vordergrund zu stellen. Daraus ergeben sich die unterschiedlichsten Machtsysteme, die sich “Machterhaltung” zur Hauptaufgabe gemacht haben. Dazu bedarf es einer straffen Organisation, die sogleich versucht, jeden Gedanken der Erneuerung, der nicht in ihrem Sinn ist, im Keim zu ersticken.

Diese Gesellschaft, die sich jetzt dieser kritischen Beobachtung bietet, ist bestrebt, ihr Gedankengut den Menschen so nahe zu bringen, als wäre alles, was sie propagiert, das Absolute, das einzig Wahre, das einzig Richtige. Die Institutionen wissen natürlich genau, wie man Menschen gefügig für die eigenen Zwecke machen kann. So ist es ein Leichtes, wo es nur geht, die Angst ins Spiel zu bringen. Ein bisschen Angst ausgestreut und der unselbständige Mensch tanzt nach der Musik, die man ihm vorspielt…

Wir haben drei Möglichkeiten klug zu handeln:

  • (EIGENSTÄNDIGES) DENKEN
  • NACHDENKEN
  • ÜBERDENKEN

Martina