Blast den Suchtrupp ab, ich war die ganze Zeit in mir.

Wir alle besitzen es, das innere Licht, das nur darauf wartet, uns nach Hause zu führen und manchmal knipst das Universum alle anderen Lichter aus, sodass uns nichts anderes
übrig bleibt, als unser eigenes Licht zu finden. Kennst Du das?
Bei mir war das auf jeden Fall so! Solange ich zurückdenken kann, wusste ich tief in meinem Innersten, dass ich aus einem ganz bestimmten Grund hier bin. Ich wusste immer schon,dass ich einen Lebenszweck, eine Berufung habe, aber das ganze setzte mich unglaublich unter Druck. Lange fühlte es sich so an, als würde ich mit einer Riesenlast auf meinen Schultern herumlaufen. Ich fühlte mich, als ob ich dringend etwas wichtiges zu tun hätte und mir die Zeit davonlief.
Du kennst bestimmt das Gefühl, wenn du eine bestimmte Arbeit oder Aufgabe über das Wochenende erledigen musst und nicht zur Ruhe kommst, bis sie erledigt ist?
Dieses Gefühl hatte ich die ganze Zeit. Als wäre da etwas, das ich vergessen hatte. Ein leises flüstern, das ich nicht verstand. Dieses Gefühl nagte an mir: es war da, wenn ich schlafen ging, es war da, wenn ich mitten in der Nacht aufwachte und es war da, wenn ich morgens aufstand.
Ich hatte den Großteil meines Lebens damit verbracht, außerhalb meiner Selbst nach Antworten zu suchen. Ich griff nach allem, was ich in die Hände kriegen konnte, um dieses unterschwellige Gefühl von Schmerz, Sehnsucht und Verlangen zu lindern und um den Ruf meiner Seele zu ersticken, der mir sagte, dass mir etwas fehlte. Dass es da noch etwas anderes gab bzw geben musste.
Ich suchte meine Zuflucht in Beziehungen, Karriere, Reisen, Essen, Alkohol und Nachtleben aber nichts davon stellte mich wirklich zufrieden. Ich reiste bis ans Ende der Welt um irgendetwas zu finden das ich einfach nicht benennen konnte….
Ich drängte, strengte mich an und kontrollierte, anstatt zuzuhören, zu vertrauen und zuzulassen. Es musste erst mein ganzes Leben einstürzen, bevor ich erkannte, dass alles, wonach ich suchte, bereits in mir drin war.

Meine Seele hatte schon immer nach mir gerufen. Ich blickte bloß in die falsche Richtung.